Unsere liebsten Hütten rund um St. Anton am Arlberg
10.08.2026 · 4 min
Eine Wanderung wird erst mit der richtigen Einkehr rund. Wir sind hier aufgewachsen und noch immer fast jede Woche unterwegs. Ehrlich gesagt ist die Hütte oft der Grund, überhaupt loszugehen. Fünf, auf die wir immer wieder zurückkommen, von der gemütlichen Halbtagestour bis zur sportlichen Runde.
Die Malfon Alm:
der ruhige Einstieg
Die Malfon Alm auf 1.687 Metern liegt im Malfontal bei Pettneu am Arlberg. Vom Parkplatz am Taleingang sind es rund 3,5 Kilometer und knapp 460 Höhenmeter über eine gut ausgebaute Forststraße (Weg Nr. 511), zu Fuß etwa eineinhalb Stunden. Mit dem (E-)Bike geht es auch, wahlweise direkt vom Omaela aus.
Oben wird sehr gut gekocht. Vito und Carla zieht es zuerst ans Wasser, dort lässt sich herrlich spielen. Wer danach noch Lust hat, geht weiter zum kleinen Malfonsee am Ende des Fahrwegs.
Die Konstanzer Hütte:
gutes Essen und der Patteriol im Blick
Zur Konstanzer Hütte im Verwall führen drei Wege. Mit dem Bike direkt bei uns los dauert rund zwei Stunden, mit dem E-Bike etwa eineinhalb. Wer kürzer treten möchte, startet mit Rad oder zu Fuß am Parkplatz beim Verwall-Eingang. Und ganz entspannt geht es mit dem Bus bis zur Wagnerhütte und von dort zu Fuß weiter.
Das Essen dort ist ausgezeichnet, und der Blick auf den Patteriol allein lohnt den Weg. Wer mag, geht anschließend rechts hinein ins Schönverwall zum Langen See. Daraus wird eine feine Tagestour.
Die Fritzhütte:
kurz, steil, lohnend
Die Fritzhütte liegt auf 1.736 Metern über Schnann. Von dort geht man ein bis eineinhalb Stunden hinauf, etwas steiler, dafür kurz. Der schönste Weg führt durch die Schnanner Klamm. Alternativ steigt man vorne hinauf, mit Blicken ins Tal und durch die „kleine Klamm“, ein kurzes felsiges Stück.
Oberhalb der Hütte liegt der Fritzhüttensee, gut für eine schnelle Abkühlung. Wer weiter will, steigt zur Ansbacher Hütte auf. Und wer die Abzweigung zur Fritzhütte in der Klamm rechts liegen lässt, kommt zum Vorderen See und aufs Alperschonjoch.
Die Leutkircher Hütte:
Martins Empfehlung für einen großen Tag
Mit der Gampen- und dann der Kapallbahn hinauf zur Bergstation Kapall, von dort den Höhenweg zur Leutkircher Hütte. Rund eineinhalb Stunden, mit Bergpanorama die ganze Zeit. Trittsicher sollte man sein. Was uns hier einmal begegnet ist? Steinböcke, ganz entspannt auf einem Felsen.
Von der Hütte aus haben Sie die Wahl, je nach Zeit, Kondition und Wetter: direkt absteigen bis zu uns ins Omaela, etwa eineinhalb Stunden. Oder den Höhenweg weiter zum Kaiserjochhaus und nach Pettneu am Arlberg hinunter. Oder weiter zur Ansbacher Hütte und über die Fritzhütte nach Schnann.
Alle Hütten unterwegs sind bewirtschaftet, man kommt also nirgends hungrig an.
Die Darmstädter Hütte:
die sportliche Runde
Unsere Lieblingsstrecke fürs Bike, und die größte Tour hier. Ab der alten Rendlbahn geht es durch das Moostal hinein, 1.160 Höhenmeter, je nach Fitness und Antrieb zwei bis drei Stunden. Am Weg liegen der Kartellstausee, die Tritsch-Alpe und die Rossfall-Alpe. Wer sich den ersten strengen Teil sparen möchte, fährt mit der Rendlbahn hinauf und startet oben.
Auf der Hütte wird sehr gut gekocht, und die Knödel sollten Sie unbedingt probieren. Praktisch für E-Biker: Es gibt eine Schnellladestation, die leere Akkus in rund 20 Minuten auf 80 Prozent bringt.
Zwei Hinweise aus Erfahrung: Bremsen und Akku vor der Tour prüfen. Und auf dem Rückweg die steilen Schotterpassagen mit Respekt fahren.
Bevor Sie losgehen
Feste Schuhe, für den Höhenweg zur Leutkircher Hütte auch Trittsicherheit.
Öffnungszeiten vorab prüfen, die Links stehen oben bei jeder Hütte.
Die Bergbahnen fahren im Sommer an ausgewählten Tagen. Ein kurzer Blick auf die Betriebszeiten lohnt sich.
E-Bikes laden Sie bei uns im Haus an der eigenen Ladestation.
Fragen Sie uns ruhig, bevor Sie starten. Wir wissen meistens, wo gerade das beste Wetter und der schönste Weg zusammenkommen.
Lisa und Martin